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Golf Fitness: Rückenschmerzen beim Golf Teil 2 (Die Lendenwirbelsäule / LWS)

Schmerzen im Rückenbereich sind leider keine Ausnahme im Golfsport, sondern dass meist verbreitete Leiden. Ca. 75% der aktiven Golfspieler leiden unter Rückenschmerzen in den unterschiedlichsten Formen. Die Lendenwirbelsäule kurz LWS genannt, steht ziemlich weit vorne bei den Problembereichen. Bereits bei einem technisch sauber ausgeführten Schwung steht die Lendenwirbelsäure unter enormer Belastung. Durch Schwungfehler werden die Beschwerden noch gefördert. Aber woher kommen diese Probleme? Es mag erstaunen, aber vielfach ist es etwas absolut nicht vorstellbares oder gar nicht beachtetes, was die Schmerzen oder die Probleme tatsächlich auslöst.Bernhard Langer (Deutscher Golf Professional auf der US Tour) hat mal gesagt: “Mein Griff ist für meine Rückenschmerzen verantwortlich”. Wie aber wirken sich solche Dinge auf die LWS aus und worauf muss geachtet werden, um entsprechend vorzubeugen? An dieser Stelle müssen wir mit einigen Golfmythen brechen, denn genau diese führen zu den Problemen und lassen uns schlecht schlafen.

Mythos 1: Die “C” Endposition
Immer wieder sieht man auf den Driving Ranges dieser Welt Leute am Schluss des Schwunges mit durchgedrücktem Rücken und Gürtelschnalle weit vorne dastehen. Diese Position mag dynamisch und kraftvoll aussehen, Druck zumindest wurde genügend erzeugt. Nicht zwingend beim Schlag, aber durch die Haltung sicherlich auf die Lendenwirbelsäule. Das Finish sollte mit gut ausbalanciertem und geradem Oberkörper abgeschlossen werden. Die Gürtelschnalle darf weiterhin zum Ziel zeigen. Sie sollte aber ungefähr auf gleicher Höhe mit Kinn und Zehen sein.

Mythos 2: Die Hüfte startet zuerst
Es ist einer der grössten Mythen, dass die Hüfte zuerst starten muss. Startet die Hüfte zuerst, wird durch Torsion eine enorme Wirbelsäulenbelastung erzeugt. Zuerst kommen die Arme zum Zug, die sich senken, dann beginnt die Rotation des Oberkörpers mit der passiven Hüfte. Es ist nicht die Hüfte, die die Länge unserer Schläge erzeugt. 70% der Länge kommt aus den Armen. Unser Körper dreht sich mit ca. 30 Km/h, der eines Tourspielers nur um ein oder zwei Stundenkilometer schneller. Der Längenunterschied ist grösstenteils ein Resultat ihrer Handarbeit und nicht ihrer Hüfte. Die Hüfte ist immer noch zurückgedreht, wenn die Tourspieler ihre Bälle treffen.

Zudem ist eine zu “schnelle” Hüfte eine mögliche Erklärung dafür, weshalb der Slide die Flugbahn des Balles beherrscht und nicht die Arme fallen gelassen werden und der Schläger von Innen an den Ball kommt und den Draw folgen lässt.

Mit einer kontrollierten Bewegung entsteht weniger Druck auf den Körper und jedoch entsteht damit eine ausgezeichnete stabile Basis für kontrollierte, lange Schläge.

Mythos 3: Der richtige (falsche) Griff
(Auch) Ein falscher Griff kann ebenfalls zu Beschwerden führen. Sind die Hände nicht richtig positioniert kann sich die Schlagfläche im Treffmoment verkanten. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass mit der Hüfte geschoben werden muss, um den Ball “square” zu treffen. Alle diese Situationen erzeugen erneut einen enormen Druck auf die LWS. Ein neutraler Griff kann vieles verbessern. So auch bei Bernhard Langer.

Womit wieder mal bewiesen wäre, wie wichtig die Überprüfung eines guten und soliden Griffs ist. Nicht nur für den geraden Ballflug, sondern auch für die Lendenwirbelsäule.

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